Was gibt es Neues von der "beyond tellerrand"?

Design, Inspiration und Technologie waren die Themen dieser internationalen Konferenz, die dieses Jahr vom 3.-5. November in Berlin stattfand.

Montag begann mit einem ganztägigen Workshop. Unter dem Titel "How to touch someones's heart with design" führte uns der renommierte Designer Stefan Sagmeister mit verschiedenen Aufgaben durch den Tag. Ganz nach dem Motto über den Tellerrand zu schauen, probierten wir neue Ideen und Techniken aus. Neue Wege gehen, so das Ergebnis, ist in den meisten Fällen tatsächlich besser. Bereits unsere erste Aufgabe den Sitznachbarn zu zeichnen und danach noch einmal in einer bisher nicht genutzten Technik darzustellen, hat uns anschaulich gezeigt, dass dies stimmt.

Dienstag begann die eigentliche Konferenz in den Räumlichkeiten des Admiralspalastes. Die Atmosphäre diese alten Theaters war auch in den Veranstaltungsräumen der beyond tellerrand zu spüren. Plüschsofas und Varieté-Tischchen zierten die Bühne vor den Teilnehmerrängen. Von DJ Tobi gesamplete Musik stimmte die Teilnehmer auf die Vorträge ein.

An den zwei Konferenztagen referierten insgesamt 12 hervorragende, internationale Redner zu den verschiedenen Themenbereichen. Es reichte von inspirierenden Vorträgen über Laserinstallationen (Seb Lee-Delisle), Icon Design (Jon Hicks) und Webtypographie (Jonathan Hoefler) bis zu Vorträgen über neue Kommunikationstechniken zwischen den verschiedenen Endgeräten. Das Letztere ist ein interessantes Thema, wenn man bedenkt, dass bis 2020 ca. 50 Millionen Geräte miteinander kommunizieren werden. Hier kann Pionierarbeit geleistet werden.

Die Designer unter den Teilnehmern hat Andrew Clark aufgefordert endlich die „Soulless Period“ zu beenden und von der Werbung zu lernen, welche Spots kreiert an die wir uns noch Jahre erinnern. Designer sollten sich daher nicht nur von UX Recherchen leiten lassen, sondern Ideen entwickeln die erinnerungswert haben.

Als besonders erfrischenden Talk sei der von Stefan Sagmeister über sein Glücksprojekt zu erwähnen. Er hatte keinerlei Mühe die Teilnehmer aus der ganzen Welt zum Singen zu bewegen. Singen macht nachweißlich glücklich!

Die Redner waren auch nach den Talks noch auf der Konferenz, so dass ich mit einigen noch interessante Gespräche führen konnte. Voller Inspirationen bin ich gestern abgereist. "Spielt mit neuen Techniken, um sie kennenzulernen“ und "Neue Wege zu gehen ist nicht einfach, macht Fehler aber beendet eure Projekte“, diese Sätze gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Auf zu den Projekten!