Neue TYPO3-Extension data_seeder: Testdaten für Entwicklerteams auf Knopfdruck
Auf den TYPO3 Developer Days 2026 in Karlsruhe haben Thomas Löffler und Tim Schreiner von der Agentur km2 ihre neue Extension „Seeder" vorgestellt. Sie löst ein Problem, das viele TYPO3-Teams kennen: Wie bekommen alle Entwickler auf ihren lokalen Systemen die gleichen Testdaten, ohne ständig Datenbank-Dumps hin und her zu schicken? Die Antwort: strukturierte Daten in YAML-Dateien, versioniert direkt im Git-Repository.
Statt Datenbankexporten zu vertrauen, legt „Seeder" Testinhalte wie Seiten, Content-Elemente, Dateien oder Datensätze in gut lesbaren YAML-Dateien ab. Diese werden gemeinsam mit dem Code versioniert.
Wird ein neues Content-Element gebaut, kann direkt passendes Testmaterial mitgeliefert werden, sodass alle Beteiligten es sofort im Frontend sehen können.
Technisch bringt die Extension ein Kommandozeilen-Tool mit, das die Daten in die Datenbank einspielt. Relationen zwischen Datensätzen, etwa zwischen einer Seite und ihren Inhaltselementen, werden nicht über feste IDs, sondern über frei wählbare Bezeichner aufgelöst. Ein internes Mehrfachdurchlauf-Verfahren sorgt dafür, dass auch verschachtelte Abhängigkeiten korrekt aufgebaut werden. Wiederkehrende Textbausteine lassen sich als Variablen definieren und an mehreren Stellen wiederverwenden.
Die Extension ist erweiterbar: Neben dem in TYPO3 integrierten YAML-Loader können eigene Datenquellen, sogenannte Property-Converter für Datenumwandlungen sowie Operationen für Aktionen vor oder nach dem Seeding-Prozess ergänzt werden.
Die Extension „data_seeder" steht bereits im TYPO3 Extension Repository zur Verfügung und befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Extension für die lokale Entwicklung gedacht ist und nicht in Produktivumgebungen eingesetzt werden sollte.

