Inspiring Conference 2014

Bereits zum dritten Mal fand die "Inspiring" Conference in Kolbermoor statt. 254 Teilnehmer aus 15 Ländern waren angereist, um sich über die Neuheiten bei TYPO3 Flow und Neos zu informieren.

Die Alte Spinnerei in Kolbermoor - eine tolle Location für die Inspiring Conference

Auch das technische Spielzeug durfte nicht fehlen

So könnte die Mehrsprachigkeit in Neos einmal aussehen

Auch in diesem Jahr waren wir wieder Hosting Sponsor und haben für den reibungslosen Betrieb der mit Neos erstellen Konferenz-Webseite gesorgt.

Tag 1:

Die Konferenz wurde mit einer atemberaubenden Lasershow eröffnet. Geballte Bässe, bunte Farben und begeisterte Gäste steigerten die Stimmung von der ersten Minute an.

Als erstes stand Ben van’t Ende auf der Bühne und erzählte von seiner Arbeit als Community Manager. Wie er selbst sagt würde er sich nicht als Community Manager bezeichnen, sondern eher als Community Connector. Er kümmert sich darum, dass Menschen sich finden. Er war von der Anzahl der Teilnehmer sichtbar erfreut und kam aus dem Erzählen überhaupt nicht mehr raus.

Anschließend zeigte Robert Lehmke in seiner Keynote die neuen Möglichkeiten, die mit Flow nun jetzt verfügbar sind bzw. mit den nächsten Versionen eingeführt werden. Sehr interessant ist das neue Cachingverhalten: Wenn z.B. ein Newsbeitrag geändert wird, dann wird der Cache nur für diesen einen Newsbeitrag gelöscht. Das übrige Template herum bleibt von dieser Leerung jedoch unberührt. Auch ein erstes Foto, wie die Mehrsprachigkeit implementiert wird, wurde präsentiert.

Im Anschluss hat Christian Müller den ca. 254 Teilnehmenden eine sehr kreative Präsentation über die neuen Features von Neos vorgeführt und gezeigt wie man mit nur ein paar Zeilen TypoScript dynamische Elemente in das Template eingebunden werden. Nach einer kurzen Pause zeigte Sebasian Kurfürst die großartigen Möglichkeiten, die man mit TypoScript 2.0 so anstellen kann. Er zeigte EEL und verschiedene Beispiele für FlowQueries.

Martin Helmich hat eine Präsentation über die Hip-Hop Virtual Machine (HHVM) gehalten und im Detail erklärt, wie wo sich HHVM in den Prozessablauf von PHP-Dateien einklinkt und warum HHVM z.B. schneller ist als andere opCode-Caches. Martin zeigte einen Patch, der Flow mit HHVM kompatibel macht. Als Ergebnis konnte Flow um über 60% beschleunigt werden.

Karsten Dambekalns führte uns an das Thema Migration TYPO3 CMS -> TYPO3 Neos heran. Leider kann nicht alles automatisiert übernommen werden. TypoScript aus TYPO3 CMS ist neben Frontendanpassungen auch für Benutzerrechte und anderen Konfigurationen zuständig. In TYPO3 Neos jedoch kümmert sich TypoScript 2.0 rein um das Frontend. Hinzu kommt auch noch, dass sich die Struktur von dem neuen TypoScript komplett verändert hat. Copy&Paste funktioniert hier also nicht. Die einzige Möglichkeit etwas zu migrieren ist die Portierung von Inhaltselementen. Am Beispiel der Centurion Webseite zeigte er den Prozess für die Migration der Inhalte. Bei einem Projekt dieser Größe muss man jedoch mit mehreren Wochen Zeitaufwand für Anpassungen und Sonderfälle rechnen. 

Der letzte Vortrag wurde von Robert Lehmke vorgetragen. Er zeigte uns an einem Beispiel, wie man das Autocomplete für Autoren in Neos konfiguriert.

Am Ende des ersten Tags wurden die Teilnehmer zunächst mit einem Flying Buffet gestärkt. Die Kellnerinnen haben auf Tablettes 6-8 kleine Portionen von Hamburgern, Schnitzel auf Kartoffelsalatkugel, Penne Al Arrabiata und als Nachtisch Mangoeis und Zitronensorbet serviert. Abgeschlossen wurde der Abend im Gewölbekeller eines Italienischen Restaurants gefeiert.

Tag 2:

Um 10 Uhr startete Sebastian Bergmann mit einer Präsentation über den geschichtlichen Hintergrund des Testens von Software. Gestartet wurde bei etwa 1952-1960 mit dem Projekt Mercury. Danach verschwand das Testen für viele Jahre in den Hintergrund und wurde erst gegen 1980 wiederentdeckt und erfuhr einen neuen Boom. Gegen 2010 wurde das wording Test Driven Development dann durch Behaviour Driven Development abgelöst. Denn es geht nicht einfach nur darum eine Methode oder einen Quellcodeabschnitt zu testen, sondern mehr darum, einen Prozess zu testen.

Während Sebastian immer wieder versuchte keine Tools in seiner Präsentation vorzustellen, löste Christopher Hlubek ihn mit der nächsten Präsentation ab, um genau solche Tools namentlich vorzustellen. Als Beispiel wurde Behat vorgestellt, das in Verbindung von Mink echte Prozesse, wie der Kunde auf der Webseite agieren kann, abbildet.

Begeistern konnte Marco Klawonn mit seinem Vortrag über Fake-Performance. Gerade bei Webseiten, die im Hintergrund Anfragen bei weiteren Systemen vornehmen (z.B. Flugzeug oder Hotelsuche, Bestellsystemen mit Verfügbarkeitsabfrage), kann es zu Wartezeiten kommen. Mit verschiedenen technischen und optischen Tricks kann dem Besucher die Wartezeit zumindest gefühlt verkürzt werden. 

Sebastian Kurfürst zeigte in seinem Vortrag das Konzept in Neos für die Mehrsprachigkeit. Dabei können Inhalte nicht nur für verschiedene Sprachen, sondern auch für unterschiedliche Zielgruppen und Endgeräte getrennt verwaltet werden. Die notwendigen Funktionen sind in der API der Neos Version 1.1 enthalten, jedoch müssen wir uns noch bis Version 1.2 oder 1.3 gedulden, bis die Übersetzungen direkt in der Neos Oberfläche möglich sind. 

Die Teilnehmer waren von der Inspiring Conference begeistert uns schon auf den Termin im nächsten Jahr - der allerdings noch nicht verraten wurde.